Microdosing: Fliegenpilz getrocknet einnehmen

Vor Hunderten von Jahren schon wurde Amanita muscaria, im Deutschsprachigen Raum als Fliegenpilz bekannt , sowohl als Rauschmittel für Rituale als auch für medizinische Anwendungen eingesetzt. Doch dann kam der große Durchbruch: Der Fliegenpilz wurde nicht mehr nur im religiösen und mystischen Bereich eingesetzt, sondern auch als eine Art Universalmedizin erkannt! Doch ganz gleich, ob man ihn als Rauschmittel oder Medizin nutzte der Fliegenpilz darf nur getrocknet verzehrt werden! Warum eigentlich? 

Fliegenpilz getrocknet für das Mikrodosieren

Auch heute noch werden getrocknete Fliegenpilz Kappen zur Förderung der Gesundheit verwendet, meist als Fliegenpilz Pulver oder aufgebrühter Tee. Wir haben inzwischen herausgefunden, wie man den Fliegenpilz trocknen muss, damit man ihn sicher beim Fliegenpilz Microdosing konsumieren kann. Der Trocknungsprozess, auch Decarboxylierung genannt, ist dabei der ausschlaggebende Schritt, um Amanita muscaria ohne unerwünschte Nebenwirkungen essen zu können. 

Wusstest du das schon?

Viele Jahrhunderte lang wurden die auffälligen Fliegenpilze auch noch für etliche andere Zwecke genutzt, die heute noch immer faszinieren. War dir bekannt, dass man früher die Wände der Häuser mit einem Brei aus Amanita muscaria bestrich, in der Hoffnung, Mücken, Fliegen und andere Insekten fernzuhalten? In Finnland braute man aus Alkohol und Fliegenpilzen eine Tinktur, die zur äußerlichen Behandlung von Quetschungen  und Prellungen verwendet wurde. Überlieferungen dieser Art gibt es reichlich- ein Beweis dafür, dass der Fliegenpilz schon ewig eine bedeutende Rolle im Leben der Menschen spielt.

Fliegenpilze findet man vor allem in Wäldern mit Nadelbäumen und saurem Boden. Das ist ihr absoluter Lieblingsort! Dort fühlen sie sich am wohlsten und gedeihen in der Regel prächtig. Wie die meisten Pilze wächst er nur zu einer bestimmten Zeit des Jahres, nämlich vom Spätsommer bis in den Herbst. Wer also auf die Jagd nach den köstlichen Fliegenpilzen gehen möchte, um sich für den Winter einen Vorrat anzulegen, sollte sich zwischen Ende August und Ende November auf den Weg machen. 

Wie kann ich optimal Fliegenpilz trocknen?

Beim Trocknen wird der größte Teil der Ibotensäure, eine von Natur aus im Fliegenpilz enthaltene Chemikalie, in Muscimol umgewandelt. Und das ist der Wirkstoff, der für die tolle Fliegenpilz Wirkung verantwortlich ist! Dieser Umwandlungsprozess ist der hauptsächliche Zweck der Trocknung, denn er macht den Fliegenpilz ungiftig. 

Das Trocknen muss bei Temperaturen von etwa 45–55 °C erfolgen, damit die bereits beschriebene Reaktion stattfindet. Wer den Fliegenpilz gern daheim im Backofen trocknen will, sollte ein recht modernes Gerät besitzen. Nur damit kann man sicherstellen, dass die Temperatur konstant bleibt und die Amanitas nicht durchgaren oder verbrennen. Außerdem ist es sinnvoll, die Türe des Ofens etwas zu öffnen, damit die aus den Pilzen entweichende Feuchtigkeit abziehen kann.

Den Fliegenpilz trocknen ist auch einfacher möglich, indem man ihn in den Sommermonaten auf dem Dachboden oder in der kühlen Jahreszeit in der Nähe seines Kamins aufhängt. Beide Varianten sind zwar etwas zeitintensiver, aber dafür garantiert ihr, dass der wertvolle Heiler nicht zu heiß wird und womöglich seine aktiven Wirkstoffe einbüßt.

Die richtige Lagerung 

Ist der Fliegenpilz getrocknet, sollte er knusprig sein. Damit er das bleibt sollte er in einem luftdichten Behältnis, zum Beispiel in einem Glas mit Schraubverschluss, gelagert werden. Durch die trockene Aufbewahrung an einem dunklen Ort  wird Amanita Muscaria deutlich länger haltbar und bleibt entsprechend länger frisch! Der Kontakt des getrockneten Pilzes mit Metall sollte jedoch vermieden werden, denn das könnte die chemische Zusammensetzung im Fliegenpilz beeinflussen! Wenn du nicht so viel Zeit und Muße hast, kannst du natürlich auch ganz einfach deinen Fliegenpilz kaufen, um immer einen ausreichenden Vorrat für das Fliegenpilz Microdosing zu haben.  

 

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